Geschichte und Architektur des Alpenhof sind stark miteinander verbunden. Der Alpenhof wurde in mindestens drei Etappen erbaut bzw. erweitert. An der Unterseite des talseitigen Mansardendaches sind die Zahlen 17 und 87 geschnitzt. Eine dendrochronologische Untersuchung belegt Fälldaten von Hölzern zwischen 1773 und 1839. Es lässt vermuten, dass der Strickbau aus 1787 im Kern als Walserhaus mit wahrscheinlich noch älteren Ursprungs um 1850 bergseitig erweitert wurde. Frühere Hotelprospekte erwähnen die Eröffnung des Hotels um 1874. Nach mündlicher Überlieferung erfolgte um 1910/1914 die Erweiterung mit dem Saalgebäude. 1965 wurden die Lauben / Terrassen auf der Nordseite durch einen etwas grösseren Betonanbau ersetzt.

Die linke Dachinschrift 17 des Alpenhof rechte Dachinschrift 87

Über mindestens fünf Generationen gehörte der Alpenhof der Familie Tschirky. Eine Besonderheit ist, dass in der dritten Generation ein Familienmitglied der ehemaligen Besitzerfamilie – Reinhold Tschirky (Sohn von August und Luisa Tschirky) – von 1893 bis 1897 am Technikum Winterthur Architektur studierte und den eigenen Hotelbetrieb baulich mit dem Saalgebäude um 1910/1914 erweiterte. Dies ist wahrscheinlich ziemlich einmalig in der Schweiz. Reinhold musste bald nach seinem Abschluss nach Weisstannen zurückkehren und den Hotelbetrieb übernehmen. Von Reinhold sind Diplomzeugnis und diverse Semesterarbeiten wie Grundriss-, Fassaden- und Detailpläne sowie Zeichnungen noch vorhanden. Ein Grossteil der Dokumente haben die heutigen Besitzer sicher gestellt und sind heute im Alpenhof für die Öffentlichkeit zugänglich.

Fähigkeitszeugnis von Reinhold Tschirky Studienarbeit von Reinhold Tschirky

Eine bedeutende Rolle hatte der 1788 in Weisstannen geborene Philipp Tschirky. Nachdem seine erste Frau verstarb, heiratete er Kathrina Pfister, die Schwester des Abtes vom Kloster Pfäfers. Er übernahm den Alpenhof als Bauernhaus mit kleinem Bauernbetrieb, flösste Holz und handelte mit Vieh, das er in Bellinzona Händlern aus Mailand verkaufte. Dies brachte ihm zur damaligen Zeit viel Geld ein. Während seiner Zeit, um ca. 1850, wurde die Stube zum Dorfrestaurant umgewandelt. August Tschirky, der jüngere Sohn von Philipp und Kathrina, heiratete 1864 Luisa Kalberer. Er übernahm den Alpenhof und baute ihn wahrscheinlich um 1874 zum Kurhaus aus, nachdem die Strasse nach Weisstannen fertiggestellt war und Kurgäste mit der Postkutsche nach Weisstannen fahren konnten. In der Folge und dem Zeitgeist entsprechend wurde auch Weisstannen als Luftkurort angepriesen.

Alpenhof Prospekt um ca. 1940 Alpenhof Prospekt um ca. 1940 Alpenhof Prospekt um ca. 1940

Bis in die 1970er Jahre führten Paul und Anna Tschirky den Hotelbetrieb und konnten während der Sommersaison nach wie vor auf zahlreiche Kurgäste zählen. Durch den Generationenwechsel, die anschliessende Verpachtung des Betriebs und der Veränderungen im Tourismus entwickelte sich der Alpenhof mehr und mehr zu einem herkömmlichen Restaurantbetrieb mit Zimmern und Massenlager.

Mit dem Besitzerwechsel im Herbst 2007 sollen nun unsorgfältige Eingriffe der letzten Jahrzehnte auch zugunsten einer Verbesserung des Dorfbildes rückgängig gemacht werden und die typischen Stilepochen der Gebäude wieder gestärkt werden. Die betrieblichen sowie sicherheitstechnischen und energetischen Anforderungen an ein zeitgemässes und zukunftsorientiertes Hotel sollen soweit möglich nachhaltig erfüllt werden, so dass die traditionelle über 100 jährige Hotel-Nutzung erhalten werden kann.

 

Halbpension inklusive!

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Einfach gut essen.

Belle-Epoque-Zimmer

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Guten Kaffee auf 1000 m ü.M.